Reinhard Butz

Reinhard Butz wurde 1964 in Rüsselsheim/Main geboren und ist seit 2005 freier Gründungsberater. Nach seiner Schulzeit absolvierte er eine kaufmännische Ausbildung in der Automobilbranche und arbeitete danach bis 1991 in den Bereichen Media, Werbung, PR und Verkaufsförderung. Zwischenzeitlich absolvierte er erfolgreich ein Studium an der Akademie für Marketing und Kommunikation in Frankfurt als Marketing-Kommunikationswirt.

Nach dem Studium wechselte er zu einem bedeutendem Fertighausunternehmen und war dort 15 Jahre lang im Marketing, im Vertrieb und als Assistent der Geschäftsleitung, zuletzt als Marketingleiter tätig.

Im Herbst 2010 gründete er gruenderberatungen.de. Neben seiner hohen Fachkompetenz im Marketing schätzen viele Kunden die Ruhe die er ausstrahlt. In seiner Freizeit kümmert er sich gerne um seine Familie, liest oder spielt Gitarre.
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auf den Punkt

Anke fragt nach: Interview mit Reinhard Butz (Oktober 2023)

Die freie Journalistin und Social-Marketing-Expertin Anke Helene führte im Herbst 2023 ein Interview mit Reinhard Butz. Die Gelegenheit ihn besser kennenzulernen.

Reinhard Butz

  • geboren 1964 in Rüsselsheim/Main
  • kaufmännische Ausbildung in der Automobilbranche
  • Erfahrung in den Bereichen: Werbung, PR, Verkaufsförderungen und Media
  • während des Zivildienstes lebte er 18 Monate in einem Kloster mit 7 Mönchen
  • Marketing-Kommunikationswirt an der Akademie für Marketing und Kommunikation, Frankfurt
  • 15 Jahre für ein Fertighausunternehmen im Bereich Marketing, dem Vertrieb und als Assistent der Geschäftsleitung tätig. Zuletzt Marketingleiter
  • Drei Kinder
  • Selbstständig seit 2005 als Gründungsberater, 2010 gründete er gruenderberatungen.de
  • seit 2008 glücklich verliebt.
  • seine Kunden schätzen sein Marketing-Know-how und die Ruhe die er ausstrahlt.
  • In seiner Freizeit spielt er gerne Gitarre.·

·   Es ist nicht mein Job, alles zu wissen. Aber es ist mein Job, die richtigen Fragen zu stellen und die Gründer auf den richtigen Weg zu führen und zu begleiten.“

Anke: Du hast viel Berufserfahrung im Bereich Marketing – spielt das auch in deinen Beratungen eine Rolle?
Reinhard: Auf jeden Fall. Ich würde sagen, 70 % der Beratung ist Marketing. 20 % Betriebsorganisation und 10 % sind dann die Ausformulierung der Finanzpläne. Wobei die Finanzpläne wiederum ebenfalls Marketing sind, weil Preisbildung eigentlich auch ein Marketing-Thema ist. Ich bin Marketing-Generalist – und damit werde ich immer einsamer, denn die findet man heute leider viel zu selten. Es gibt viele Fachleute, aber dass die 4 Ps (Price, Product, Place und Promotion; auf Deutsch Produkt, Ort, Preis und Werbung) zusammenhängen, wird gerne vergessen. Klar, Themen wie SEO sind wichtig – aber allein damit wird es nicht funktionieren. Es kommt auf den Marketing-Mix an.

Anke: Aus welcher Motivation heraus hast du dich selbstständig gemacht?
Reinhard: Ich war 15 Jahre bei Bien Zenker und habe gemerkt, ich kann der Marke nicht mehr so viel geben. Das Thema Selbstständigkeit hat sowieso schon lange in mir geköchelt. Eigenständigkeit war mir schon immer wichtig – ich wollte kein Millionär werden, ich wollte mir beweisen, dass ich das kann. Diese eigenständige Flexibilität war mir sehr wichtig – und die ist auch für unsere Gründer oft ein wichtiger Grund. Ich war auch als Angestellter sehr frei. Aber durch die höhere Position und Mitarbeiterverantwortung konnte ich nicht mehr so kreativ arbeiten, wie ich gerne gewollt hätte.

Anke: Wie ging es dann weiter, als der Entschluss zur Selbstständigkeit gefasst war?
Reinhard: Auch mein Weg startete mit einer Gründungsberatung aus der Arbeitslosigkeit heraus. Den damaligen Beratern fiel gleich auf, wie gut ich mich mit Marketing auskenne und dass das ihren Gründern fehlte. Ursprünglich wollte ich eine Marketingberatung für die Baubranche aufbauen – aber es sollte so ein, dass ich dann selbst zum Gründerberater wurde und Ende 2005 war der offizielle Start. 2010 gründete ich gruenderberatungen.de und Angela war die Frau der ersten Stunde. Heute kann ich sagen: Ich habe den schönsten Beruf der Welt. Und den gebe ich niemals mehr her.

Anke: Auch wenn jeder zu deiner Beratung kommen kann: Gibt es Bereiche, in denen du besonders gerne berätst?
Reinhard: Freiberufler sind bei mir gut aufgehoben und ich habe zurzeit viele Coaches. Aber es liegt in meinem Naturell neugierig auf alles Mögliche zu sein. Als Gründungsberater erfährst Du die neuesten Trends in der Homöopathie, welche Frankfurter Pfanne gerade angesagt ist, und wie viel Strom eine Lüftungsanlage in der Gastronomieküche so braucht.
Aber auch wenn der technische Bereich und die Naturwissenschaft nicht meine Themen sind, sind wir ein Team und dann passt ein Kollege oder eine Kollegin vielleicht besser. Aber mir macht das Reinfuchsen in die unterschiedlichen Angebote unheimlich viel Freude. Ich beschäftige mich auch sehr gerne mit Zahlen, erstelle Finanzpläne und führe die Gründer zum Förderkredit.

Anke: Worauf legst du in deinen Beratungen noch Wert?
Reinhard: Ich liebe es, wenn gute Konzepte entstehen, die kreative Auseinandersetzung mit der Zielgruppe, Vertrieb und natürlich die Kommunikation. Ich muss mich nicht in jedem Themenbereich auskennen – ich bin Strukturgeber. Die Fragen, die wir stellen, passen für alle. Ich muss kein Handwerker sein und es ist nicht mein Job, alles zu wissen. Aber es ist mein Job, die Leute auf den für sie richtigen Weg zu führen und zu begleiten, den Rahmen und die Struktur vorzugeben.
Wir sind keine Businessplan-Schreiber, denn Schreiben können die meisten unserer Kunden selbst. Es ist mehr die tiefe Auseinandersetzung mit den Dingen um sich nachhaltig ins Unternehmertum zu entwickeln.
Wir Berater sind Moderator und stellen die richtigen Fragen – das hat den Lerneffekt, dass die Menschen, die bei uns in der Beratung sind, lernen mit so Sachen wie Sigma Milieus oder der Buchführung umzugehen. Sie bekommen Handlungsanweisungen für den Vertrieb und das ist wie eine Struktur – sie können es auf neue Situationen anwenden, auch wenn die Beratung schon ein paar Jahre her ist.

Anke: Wie würdest du deinen Beratungsstil beschreiben?
Ich bin jemand, der Menschen so gut es geht in die Unabhängigkeit zu begleiten.  So war ich als Familienvater, und so bin ich auch in der Gründerberatung: Sobald jemand meine Unterstützung nicht mehr benötigt gehe ich gerne von Bord. Hilfe zur Selbsthilfe. Natürlich gehe ich mit meinen Gründern in den Coachings alles durch – und einige können fast alles Fachliche selbst. Andere brauchen Unterstützung, wie sie richtig recherchieren, das zeige ich ihnen und dann können sie das selbst tun. Bei anderen Themen wie der Erstellung des Finanzplans übernehme ich natürlich mehr, dafür sind wir da. Aber ich würde den Gründern nicht helfen, wenn ich alles für sie schreibe.
Außerdem muss die Lebenssituation der Gründer immer berücksichtigt werden – ist jemand organisatorisch überhaupt in der Lage zu gründen oder ist er alleinerziehend mit fünf Kindern? Der Mensch und seine Lebenssituation stehen im Mittelpunkt. Ich kann jemanden nur da abholen, wo er steht. Da braucht es auch ein gutes Gespür für die Menschen. Ich mag Menschen, mit allen Ecken und Kanten und meine Gründer können mit allen Themen zu mir kommen, auch wenn was schiefgelaufen ist.

Anke: Wie erfolgreich sind die Gründungen bei euch?
Wir haben eine sogenannte Erfolgsquote von 82 %. Das bedeutet, 82 % der Gründer, die vor fünf Jahren bei uns eine Beratung gemacht und danach gegründet haben, sind heute noch am Markt. Diese Zahl ist verdammt hoch! Im Bundesdurchschnitt liegt sie gerade mal bei 37 % – und vor Corona war die Erfolgsquote noch höher. Das liegt aber nicht an unserer Genialität, sondern daran, dass sich die Gründer Rat holen und beraten lassen. Sie haben auch in den letzten fünf Jahren die ein oder andere Krise durchlebt – aber dann kommen sie wieder auf uns zu und holen sich Ratschläge. Das ist für einen dauerhaften Erfolg wichtig. Sich beraten zu lassen, ist für mich einer der Kernpunkte für dauerhaften Erfolg.

Anke: Das heißt, eure Gründer können auch nach der Gründungsphase immer wieder zu euch kommen?
Auf jeden Fall! Mein Tipp ist es, immer mal wieder in die Unterlagen aus der Beratung zu schauen, um herauszufinden, ob vielleicht an der einen oder anderen Stelle Handlungsbedarf oder Anpassungsmöglichkeiten bestehen. Ich rate dazu, den Businessplan fortzuführen und sich einmal im Jahr die strategischen Fragen zu stellen: Haben sich der Markt, die Anforderungen oder das Umfeld geändert? Und wie kann ich mich sanft verändern, ohne dass ich meinen Markern verrate?
Wir legen in der Gründungsberatung drei, vier Wege an, aber dann gehe ich los und merke, das fühlt sich doch nicht gut an. Deshalb kann man immer wieder zu einer Beratung kommen. Manche Sachen kann ich während der Beratung auch noch gar nicht klären. Ich kann mir überlegen, was die kaufrelevanten Faktoren der Zielgruppe sind und daraus die Marketing-Strategie entwickeln. Aber Buchführung zum Beispiel muss ich praktisch lernen, wenn Buchungen und Belege da sind. Und selbst mit Mühe gefundene Keywords müssen sich im Alltag beweisen.

Anke: Was sind deine Ziele und Wünsche für die Zukunft von gruenderberatungen.de?
Unsere langjährige Erfahrung und unser Know-how aus den letzten 18 Jahren ermöglichen es uns, Berater*innen auszubilden und ihnen die Vorteile, Denkweise und Philosophie unserer Marke näherzubringen. Einfach, um noch mehr Menschen auf ihrem Weg gut beraten zu können. Und auch wenn das vielleicht ein Fehler ist – Geld war dabei noch nie mein Antrieb. Ich bin glücklich. Viele berufliche Ziele habe ich erreicht und ich möchte in den nächsten Jahren den neuen Berater*innen auf ihrem Weg helfen. Aber ich werde immer auch selbst Gründer beraten. Nichts macht mir mehr Freude.

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