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Infos für Unternehmen

Viele Unternehmerinnen und Unternehmer können durch die Corona-Epedemie in eine Krise geraten. Nachfolgend einige Informationen die wir fortlaufend aktualisieren werden. Für kleinere Unternehmen aus Südhessen, Rhein-Main, Rhein-Neckar haben wir eine kostenfreie Beratungshotline unter 06061 - 96 96 921 eingerichtet. Diese ist von 09:00 Uhr bis 20:00 Uhr erreichbar.

Liquidität prüfen und sichern
Die meisten der unten aufgeführten Empfehlungen sind angedacht um jetzt die für Sie wichtige Zahlungsfähigkeit sicherzustellen. Derzeit kann niemand seriös sagen, wie lange die Coronakrise Auswirkungen auf Ihre Selbstständigkeit hat. Überprüfen Sie im ersten Schritt unbedingt, wie lange Sie Ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können. Einige der unten beschriebenen Ideen sind darauf ausgerichtet, eine Zeit mit gerigerem Umsatz und Ergebnis zu verlängern.
Errechnen Sie sich dennoch, wann Tag X bei Ihnen eintritt an dem Sie Ihren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können.
Wir empfehlen rechtzeitig vorher dann einen Förderkredit  in Anspruch zu nehmen und gehen davon aus, dass das Bankgespräch gut vorbereitet sein sollte. Bringen Sie also Ihre Buchhaltung in Ordnung und überlegen Sie sich eine Strategie für nach der Krise.
Hier unterstützen wir Sie gerne mit einer geförderten Beratung.

Soforthilfe (aktualisiert am 30.03.2020)
Die Soforthilfe ist seit dem 30.03.2020 online beantragbar. Bereiten Sie eine etwaige Beantragung gut vor. Hierzu benötigen Sie

- Ihren Personalausweis
- als Einzelunternehmen Ihren letzten Einkommenssteuerbescheid
- den letzten Feststellungsbescheid
- als Kapitalunternehmen den letzten Umsatzsteuerbescheid
- bei Unternehmen mit mehr als 5 Mitarbeitern den letzten Lohnsteuerbescheid
- Ihre Steuernummer und
- Ihre Bankverbindung.

Beachten Sie das alle Dokumente Ihrerseits per PDF hochgeladen werden müssen. Wir empfehlen vor der Antragsstellung die Ausfüllhilfe zum Corona-Soforthilfe-Antrag zu beachten. In diesem Dokument ist auch ein Link zur Beantragung eingebaut. Die Ausfüllhilfe ist gut aufbereitet und erklärt.
Wichtig: Bei der Soforthilfe geht es um Liquiditätsunterstützung. Also nicht um Verdienst oder Einkommensausfall. Gemeint sind damit die bestehenden Fixkosten für die nächsten 3 Monate. Im Antrag müssen Sie auch kurz beschreiben wie Ihre Schwierigkeiten entstanden sind.

Die Soforthilfe ist für Einzelselbständige, Freiberufler, Künstler und auch für Kleinst- und Kleinunternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern gedacht. Sie soll helfen die Liquidität zu schaffen. Tarek Al-Wazir sagte hier: "Die Soforthilfe soll ermöglichen, dass diejenigen, die in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage oder in massive Liquiditätsengpässe geraten sind, ihre Rechnungen und ihre Miete bezahlen können und ander unabweisbare Forderungen erfüllen können."
Die Corona-Soforthilfe wird als einmaliger und nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Sie beträgt inklusive der geplanten Bundesförderung:

bis zu 5 Beschäftigte:  10.000 €
bis zu 10 Beschäftigte: 20.000 € und
bis zu 20 Beschäftigte: 30.000 € jeweils für drei Monate.
(Teilzeitkräfte müssen umgerechnet werden)

Die Höhe des Zuschusses ist abhängig von der Höhe des Engpasses, der durch die Folgen der Corona-Pandemie entstanden ist.
Die Beantragung erfolgt ausschließlich Online und ist ab sofort möglich. Der Antrag geht immer ans Regierungspräsidium in Kassel. Also auch wenn Ihr Unternehmen nach Darmstadt oder Gießen gehört. In Hessen wird nur die Stellung eines Antrags notwendig sein, um die Bundes- als auch die Landesförderung zu erhalten.


Kredite
Um die Liquidität sicherzustellen haben Bund und Länder derzeit 120 Förderprogramme für die Corona-Hilfe geöffnet. Der Großteil dieser Kredite muss über Ihre Hausbank beantragt werden. Diese sagten eine zügige Bearbeitung zu. Um jedoch zügig beraten zu können benötigen die Banken in vielen Fällen einen aktuellen Businessplan oder ein Konzept für nach der Krise. Hier bieten wir Ihnen eine geförderte Beratung an. Unsere Beratungskosten können bis zu 90 % übernommen werden.
Gerne helfen wir Ihnen durch den Dschungel der Förderprogramme. Eine Übersicht über Corona-Hilfe Darlehen finden Sie hier.

 
KfW Sonderprogramm 2020
Seit 23.03.2020 gibt es ein Sonderprogramm auch für kleine und Mittelständige Unternehmen. Das wichtigste in Kürze:
Auch Betriebsmittel (angemessener Unternehmerlohn und Fixkosten) sind finanzierbar
90 % Haftungsfreistellung für die Hausbank
1 - 1,46 % Zinsen p.a. für kleinere und mittlere Unternehmen
Schnelle Bearbeitung des Antrags: Keine eigene KfW Risiko-Prüfung bei Anträgen unter 3 Mio. €
Das Faktenblatt des Ministeriums können Sie hier downloaden. Beratend stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Kleine und mittlere Unternehmen in Hessen mit bis zu 250 Mitarbeitern und 50 Mio € Umsatz können über das Förderprogramm: Förderprogramm Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen (GuW)  Betriebsmittelkredite bis 1 Millionen Euro erhalten. 

Über das Förderprogramm Kapital für Kleinunternehmen (KfK) der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) können kleine Unternehmen im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (einschließlich gewerblich tätiger Sozialunternehmen) und freiberuflich Tätige mit bis zu 25 Mitarbeitern und 5 Millionen Euro Jahresumsatz Darlehen zwischen 25.000 und 150.000 Euro erhalten, die von der Hausbank um mindestens 50 Prozent aufgestockt werden. Für dieses Förderdarlehen sind keine banküblichen Sicherheiten notwendig.

Arbeitslosengeld für Selbstständige und Arbeitsagentur
Die Arbeitsagenturen sind für Besucher geschlossen. Gesetzte Fristen werden vorerst ausgesetzt, vereinbarte Termine werden ohne Rechtsfolgen (Sanktionen) abgesagt. Sollten Sie als Selbstständiger freiwillig Arbeitslos versichert sein und nun unter 15 Stunden in der Woche arbeiten, können Sie sich hier unverzüglich arbeitslos melden.
Sollten Sie nicht gegen Arbeitslosigkeit versichert sein ist das Job-Center für Sie zuständig. Hier können Sie sich in diesem Fall (Hartz4) arbeitslos melden.

Kreditverbindlichkeiten bei Ihrer Bank
Wenn Sie als Unternehmen langfristige Kreditverbindlichkeiten haben: Sprechen Sie mit ihrer Hausbank über die Möglichkeiten einer Tilgungsaussetzung für den Zeitraum der Krise.

Überprüfen Sie in diesem Zusammenhang, ob die Zinskonditionen noch den aktuellen Marktgegebenheiten angemessen sind und sprechen Sie mit der Hausbank über die Möglichkeiten einer Umschuldung.

Bürgschaftsmöglichkeiten des Landes Hessen
Falls zusätzliche Liquidität geschaffen werden muss empfehlen wir eine Landesbürgschaft in Betracht zu ziehen. Der höchstmögliche Beitrag beträgt hier 1,25 Mio €. Die Bürgschaftshöhe liegt bei 60 % der Kreditsumme. Nach Aufbereitung der Unterlagen sagt das Land hier eine Bearbeitungszeit von 3 - 5 Werktagen zu. Nähere Informationen erhalten Sie hier.

Kurzarbeit
Das Kurzarbeitergeld wird flexibler. Unternehmen können es künftig unter erleichterten Voraussetzungen erhalten. So kann Kurzarbeitergeld unter anderem bereits dann beantragt werden, wenn zehn Prozent der Beschäftigten vom Ausfall betroffen sind.
Schritt 1: Anzeigen des Arbeitsausfalls bei der Agentur für Arbeit.
Schritt 2: Antrag für Kurzarbeitergeld stellen.
Die Hotlinenummer der Arbeitsagentur (Arbeitgeberservice) lautet: 0800-4 55 55 20

Entschädigungszahlung für Unternehmer (aktualisiert am 28.03.2020)
Wenn Selbstständige unter Quarantäine gestellt werden, erhalten auch Sie Zahlungen aufgrund des Infektionsschutzgesetzes. Dies trifft auch zu, wenn das Unternehmen staatlicherseits geschlossen wurde. Übernommen werden Entschädigungszalungen in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes des Einkommens aus dem letzten Jahr. Basis hierfür ist der letzte Steuerbescheid. Zusätzlich können Betriebsausgaben, etwa die Miete für Büroräume oer die Beiträge zur privaten Krankenversicherung, in angemessener Höhe erstattet werden. Die Kosten können Selbstständige im Falle einer Quarantäneanordnung beim zuständigen Gesundheitsamt stellen.

Kinderbetreuung
In vielen Betrieben ist die Organisation aufgrund des Ausfalls von Eltern die Ihre Kinder nun betreuen müssen eingeschränkt. Finden Sie hier eine gemeinsame Lösung. Etwaig kann die Kinderbetreuung von Nachbarn, Partnern, Freunden oder Verwandten übernommen werden. Auf den Einstatz von älteren oder kranken Menschen sollte jedoch verzichtet werden. Auch ein Sharing-Modell mit anderen Betroffenen kann erzielt werden. Informationen über Lohnfortzahlungen, Rechte und Pflichten des Bundesministerium Arbeit und Soziales finden Sie hier.

Homeoffice Möglichkeiten prüfen
Falls Ihre Mitarbeiter zu Hause bleiben müssen können ggfs. einige Arbeiten über Homeoffice erledigt werden. Diverse Anbieter gehen bereits dazü über Ihre Software kurzfristig kostenlos zur Verfügung zu stellen um eine Umstellung in Richtung Homeoffice so einfach wie möglich zu gestalten. Informationen bietet hier die Süddeutsche Zeitung und Tipps und Tools finden Sie bei der PC Welt

 

Steuern und Beiträge anpassen
Sollte begründbar nachgewiesen werden, dass Sie aufgrund der Corona-Krise geringere Umsätze und Gewinne erzielen, sollten Sie Ihre Angaben beim Finanzamt anpassen. Dies betrifft Ihre Einkommenssteuervorauszahlung. Eine Anpassung können Sie über das Elster-Portal vornehmen.

Falls derzeitig Steuern fällig sein, können Sie beim Finanzamt einen Stundungsantrag stellen.
Mit einem geänderten Steuerbescheid sind Sie dann auch in der Lage Ihre Beiträge bei der gesetzlichen Krankenversicherung anzupassen. Der Mindestbeitrag für Selbstständige beträgt dann nur noch 195,35 € inklusive Pflegeversicherung im Monat.
Etwaig geleistete Umsatzsteuervorauszahlung (1/11 Regel) können mit formlosen Antrag beim Finanzamt kurzfristig zurückerstattet werden. Darüber hinaus werden laut der Pressemitteilung, auf Antrag bis zum 31.12.2020 bereits fällige oder fällig werdene Steuerzahlungen zinsfrei gestundet, soweit die Forderungen aufgrund finanzieller Probleme in Folge des Corona-Virus nicht geleistet werden können. Anträge sind beim Finanzamt zu stellen und können sich auf die Einkommenssteuer, die Körperschaftssteuer sowie die Umsatzsteuer beziehen. Darüber hinaus kann die Höhe der individuellen Vorauszahlung angepasst werden.
Ebenso kann man beim Finanzamt auch einen Antrag auf Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrages stellen.
Bei unmittelbar Betroffenen wird außerdem dem Grundsatz nach bis zum Ende des Jahres von Seiten der Steuerverwaltung auf Vollstreckungsmaßnahmen verzichtet. Dies betrifft zum Beispiel mögliche Kontopfändungen. Gesetzlich anfallende Säumniszuschläge werden in dieser Zeit nicht erhoben.

Versicherungsbestand prüfen

Überprüfen Sie ob Sie bestehende Versicherungen für die Krise abgeschlossen haben. Laut unseren Informationen greift die Betriebsunterbrechungsversicherung und die Betriebsinhaltsversicherung hier nicht. Sollten Sie eine Betriebsschließungsversicherung abgeschlossen haben, springt diese je nach Vertragsgestaltung ein. Weitere Infos hier.

Beratungsförderung (geändert 06.04.2020)

Am 03. April legte die BAFA ein Beratungsprogramm für Unternehmen auf die durch die Corona-Pandemie in die Krise gerieten. Hier kann Beratungsleistung zur Krisenbewältigung (Darlehen, Zuschüsse, Ämter, Behörden, Personal, Kunden) UND Beratungsleistung für Schritte aus der Krise erfolgen.
Dieses Programm hat einen Umfang von 40 Beratungsstunden. Diese werden vollständig von der BAFA übernommen. Lediglich der Umsatzsteueranteil muss gezahlt werden. Die Beantragung der Förderung übernehmen wir nach einem kostenfreien Erstgespräch gerne für Sie.

Näheres hierzu erfahren Sie bei uns entweder telefonisch unter 06061-96 96 921 von 09:00 - 20:00 Uhr, oder im Rahmen eines kostenfreien Erstgesprächs das wir derzeit telefonisch oder per Video-Konferenz anbieten. Eine Terminvereinbarung können Sie auch gerne über unseren Online-Terminkalender vornehmen.